Nikolauskommers 2011
Der Nikolauskommers hat sich in den letzten Jahren zum inoffiziellen Höhepunkt des Verbindungsjahres entwickelt. Um der erwarteten Besucherzahl gerecht zu werden, entschieden wir uns den Nikolauskommers im Pfarrheim der Gemeinde St. Michael abzuhalten. An dieser Stelle gebührt unser Dank der Pfarrgemeinde und dem Ehrenphilister Giro, der uns die Räumlichkeiten großherzig zur Verfügung gestellt hat.
Die Zahl der Gäste überstieg die Erwartungen und so war der Raum gerade ausreichend für das rundum gelungene Ereignis. Spezieller Gast des Abends war Xavier Martinez Palau. Sein großes Interesses gegenüber dem deutschen Couleurstudentum, motivierte ihn aus dem fernen Barcelona anzureisen.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Rezipierung von Bundesbruder Carrera, so dass unser Fuxenstall nun noch 4 Füxe fässt.
Der Senior fasste die Ereignisse der letzten Zeit zusammen und bedankte sich nochmals explizit bei unserem AH Dag, der zusammen mit seiner Gattin Marlis die Aktivitas samt Lebensgefährtinnen auf sein Ferienhaus in Schweden eingeladen hatte. Nachdem unser Ehrenphilister Tastofix sich von der Veranstaltung verabschiedet hatte, übernahm AH Dag auch kurzerhand die musikalische Leitung im Inoffiz und spätestens beim Anstimmen des „Handwerkerliedes“ erinnerten sich die Schweden-Fahrer an ihre Erlebnisse in Skandinavien.
Nachdem Inoffiz begaben sich weite Teile der Korona zu unserer Konstanten, um die Fidelitas zu begehen und den Nikolauskommers 2011 würdig ausklingen zu lassen.
Hausbautag
Die Sieghütte soll immer schöner werden. Dazu trafen sich die Nibelungen am Sonntag den 13.11 im Keller unseres Verbindungshauses. 
Während der Hausbauverein in der Kneipe tagte zeigte die Aktivitas eine Etage tiefer der Wand wo der Hammer hängt. Die oberen Stockwerke unserer Konstanten wurden bereits in den letzen zwei Semestern in einen vorzeigbaren Status versetzt. Wenn die restlichen Arbeiten in den Bädern abgeschlossen sind können wir den Hammer aus der Hand legen und uns dekorativen Arbeiten widmen. Aber erstmal geht es in den Keller des Hauses, denn dieser wurde bisher gerne als Abstellkammer benutzt. So wurde zuerst eine große Entkrümpelungsaktion gestartet.
Nach prall gefüllten Mülltonnen und großem gejammere unserer Philister über “das gute Zeugs”, gingen wir zu den männlicheren Arbeiten über. Mit schwerem Gerät und noch schwereren Muskeln brachen wir die Holzvertäfelung unserer Kegelbahn aus den Wänden damit in einer nächsten Aktion die Wände im Kellern saniert werden können.
Wir freuen uns auf den zukünftig wunderschönen Hauskeller und bedanken uns beim Hausbauverein für den riesen Pizzaberg und das frische, kühle Bier.
Brauereibesichtigung endet in Sieghütte
Am Mittwoch (9.11) veranstaltete der VWI-Siegen eine Krombacher Brauereiführung. Wer so etwas schon mal mitgemacht hat weiß, dass es zu erst eine kleine Führung durch die Brauerei gibt und anschließend eine “Verkostung” aller Krombacher Produkte.
Der VWI konnte ungefähr 60 Ingenieure und Ingenieurinnen vom Paul-Bonatz-Campus mobilisieren, diesen Spass mitzuerleben und auch die Ingenieure der Nibelungen wollten dabei natürlich nicht fehlen. Also starteten wir deri Uhr gegen nachmittags und mischten uns in die Gruppe. Die Besichtigung war interessant für alle die schon immer einmal wissen wollten wo und wie das Getränk Nr.1 der Nibelungen hergestellt wird. Nach einer Stunde Tour durch die weitläufige Anlage der Brauerei fand sich die Gruppe der Braustube ein. Hier gab es zur Stärkung den berühmten Krombacher Dreiklang. Das bedeutet Westfälischen Schinken, Katenbrot und frisch gezapftes Krombacher Pils. Wer wollte konnte zusätzlich alle anderen Produkte der Krombacherkette antesten. Zuerst sah es aus als ob wir mit denrBedienung mithalten könnten, bald merken dann jedoch alle Anwesenden die unerschöpfliche Macht der Quelle.
Gegen acht stieg die Gruppe sehr zufrieden in einen Bus Richtung Siegen ein. Die kleine Nibelungengruppe ließ es sich nicht nehmen, kräftig die Werbetrommel für eine Spontanparty im Sieghütter Hauptweg zu rühren. So konnte wir ungefähr 30 Studenten mit in unseren Schankraum nehmen. Dazu wurden noch schnell ein paar Nibelungen mobilisiert, Musik angeschmissen und ein Fass angestochen. Alle Anwesenden feierten wie es sich gehört in studentisch ausgelassener Stimmung, ich denke die Fotos sprechen da für sich. Drei Fäßer später endete die Party gegen zwei Uhr nachts, da der ein oder andere doch noch morgens der Uni einen Besuch abstatten wollte.
Die Nibelungen sind mit dieser Aktion ihrem Ziel, den Namen Nibelungen in der Studentenschaft zu etablieren, wieder etwas näher gekommen.
Im Namen aller möchten wir hier noch einmal dem VWI für die Organisation der Besichtigung und die edle Fasspende danken!
Ökumenischer Stammtisch mit Pastor Winkelmann
Am Donnerstag fand unter Leitung von Pfarrer Winkelmann, unserem geistigen Beirat und Bundesbruder -Giro- , ein ökumenischer Diskurs auf dem Haus der Nibelungen statt. Hierzu fanden sich die Nibelungen, Hausbewohner und Gäste, sowie Philister Robo um 19 Uhr in unserer Kneipe zusammen. Im Vorfeld hatte Giro für den Abend zwei Diskussionsthemen vorbereiten, sodass in geselliger Atmosphäre über den Papstbesuch in Deutschland, sowie die interreligiöse Friedenskonferenz in Assisi gesprochen wurde.
Hierbei sorgte vor Allem das Thema des Papstbesuches in Deutschland für reichlich Gesprächsstoff. Am Ende des Abends versorgte Giro diejenigen von uns, die noch mehr über die beiden Themen erfahren wollten, mit reichlich weiterem Informationsmaterial.
An dieser Stelle möchte sich die Aktivitas nochmals herzlich bei Pastor Winkelmann für den interessanten und informativen ökumenischen Stammtisch bedanken.
Eine typische Antritts- und Brandungskneipe
Am 08. Oktober wurde der Einstieg in das neue Semester gefeiert. Nun wurden über Semesterantrittskneipen ja schon eine große Menge an Artikeln geschrieben – in der Regel sind es zwei pro Jahr – und so wird auch dieser Artikel sich in die Reihe der vielen vorangegangenen eingliedern. Der Leser dieses Artikels sollte sich also davon freimachen, große Überraschungen zu erwarten.
An dieser Stelle nun sind die Leser in vier Lager gespalten. Die Leser des ersten Lagers werden dem Autor einer solchen Einleitung blind Glauben schenken und an dieser Stelle die weitere Lektüre dieses Artikels als pure Zeitverschwendung verbuchen. Andere werden denken, dass nach einer solchen Einleitung noch einiges folgen wird und diese werden deshalb umso neugieriger weiterlesen. Wieder andere werden diesen ersten Teil der Einleitung als Anmaßung ansehen, aber da sie gerade eh nichts anderes zu tun haben, trotzdem weiterlesen. Das letzte Lager besteht aus dem ausgewählten Kreis der Teilnehmer dieser Kneipe, die entweder nichts mehr überraschen kann, oder die sich Teile des Instituts – soweit nötig – noch einmal in Erinnerung rufen wollen.
Eine Kneipe beginnt ja bekanntlich nicht mit dem Anschlagen, sondern eigentlich schon viel früher, nämlich bei der Vorbereitung. Die größten Tücken bei der Planung sind die Kleinigkeiten außenrum. Jeder Kneipteilnehmer legt wert auf ein anderes Detail, bei dessen Fehlen der Gesamteindruck des Instituts für ihn individuellen Schaden nimmt. Beim einen sind es die Kerzen, beim nächsten die Couleurkarten, ein dritter braucht dringend seine Zigarre danach und wieder andere legen gehobenen Wert auf die einwandfreie Dareichung des Kneipimbisses. Die Planung zu dieser Antrittskneipe, soviel sei von dieser Seite zu berichten, verlief in vollstem Maße zufriedenstellend – typisch und ohne besondere Vorkommnisse. Der Boden gebohnert, das Fass angestochen, die Stühle zurechtgerückt, die Tische dekoriert, die Füxe mit Siebenmeilenstiefeln versehen – um einwandfreie Stoffversorgung zu garantieren: Es konnte also losgehen. Wie für Kneipen regelmäßig üblich begann die für 19:30 angesetzte Ernste Feier c.m.t. (cum magno tempore), also um kurz vor acht. Inhaltlich ging es ums “einander helfen”, da der Verfasser dieses Artikels aber auch gleichzeitig Autor der Ernsten Feier ist, möchte er sich jegliches Lob oder auch eventuell angebrachte Kritik verkneifen. Eigenlob oder Selbstbeweihräucherung sind nicht dieses Autors größte Stärke.
Nach der Ernsten Feier ergriff dann jeder sein Glas Bier, um dann mit gerade einmal 30 Minuten Verspätung die Kneipe vom scheidenen Senior “Leon” angeschlagen zu wissen. Der Kneipverlauf verlief der Vorsage entsprechend heiter und ungetrübt, dem am Ende des vorangegangenen Semesters gewählte Jungbursch “Dante” wurde fehlerlos der Vorsitz der Verbindung übergeben. Dieser stellte nun auch gleich seine Fähigkeit, Institute zu leiten unter Beweis.
Dank einer herausragenden Fuxenausbildung unterliefen dem neuen Senior dann auch allenfalls geringfügige Fehler, so dass sich der sonst mitunter zum Pöbeln neigende Fuxmajor im Gegenpräsidium bequem zurücklehnen konnte – sofern er denn nicht stehen musste. Ein lustiger Abend und eine typische Kneipe gingen so vorbei. Die von “Tastofix” bespielte Bierorgel war wohltemperiert und so neigte sich, nachdem ein Hausgast sich aktiv meldete und mit ihm zwei weitere neue Hausbewohner rezipiert wurden und nachdem in der Fidelitas der Fux “Carrera” seine Brandung ohne weitere Vorkommnisse hinter sich brachte, ein typischer Kneipabend dem Ende.
An dieser Stelle werden die am Anfang erwähnten vier Lager auf ganz unterschiedliche Weise reagieren. Das erste Lager – sofern es nach der Einleitung nicht schon direkt aufgehört hat weiterzulesen – wird sich bestätigt fühlen. Das zweite Lager wird enttäuscht sein, dass wohl wirklich nicht so viel spannendes passiert ist. Dem dritten Lager war es eh von Anfang an egal, denn ihm gings eh nur um den Zeitvertreib – lesen um des Lesens Willen. Aus dem vierten Lager wird der eine oder andere vielleicht einen Moment innehalten, sich am Kopf kratzen, Gedankenfetzen wie “feuchtfröhlich”, “Stiefel trinken”, “auf den Tischen tanzen”, “morgens um sieben Bier trinken” und ähnliche werden ihm durch den Kopf schwirren. Nur wird es sich hierbei dann wohl um eine andere Kneipe handeln. Denn wie schon erwähnt: Diese Antrittskneipe war von Anfang bis Ende gesittet, ruhig und früh vorbei… wie halt alle anderen!
Oktoberfest der Nibelungen
Nach einjähriger Pause hielten wir es für angebracht eine zünftige Tradition unserer Verbindung wieder aufleben zu lassen: Das Oktoberfest.
Um 8 Uhr sollte Oazapft sein. Einige alte Herren und ihre Frauen trafen bereits etwas früher ein um sich bei einer kleinen Hausführung von der (fast) Fertigstellung unserer Renovierungsarbeiten zu überzeugen.
Nachdem sich alle Gäste sowie unsere neuen und alten Hausbewohner in der Kneipe eingefunden hatten, wurde das erste Fass angestochen. Den Bärenhunger bekämpften traditionsechte Haxen,Brezen und bayrischer Leberkäs.
Einige Gäste hatten sich vorbildlich in Oktoberfestschale geworfen und kamen wohl direkt von der Wiesn. Allen voran unser AHP Robo und unser neuer Hausbewohner Julian, der sich erfreulicher Weise an diesem Abend für das Fuxenband unserer Verbindung entschieden hat.
Nach einer festlichen Bierspitzverkündung, die dem ein oder anderen alten Herrn sicherlich eine Träne ins Auge getrieben hätte wurden zum Wohle unseres angehenden Fuxes ein paar Stiefel geleert.
Das erste Fass des Abends war eine Fassspende unserer Aktivitas um die neuen Hausbewohner Willkommen zu heißen. Auch für ein zweites Fass fanden sich schnell elde Spender. Im Verlauf der Festlichkeit stellte mancher fest, dass sich in einem Maß doch mehr Gerstensaft als in unseren 0,5er-Krügen befindet.
Gegen halb eins machte sich ein kleiner Rest in Richtung Innenstadt auf um die übrige Feierlaune in den örtlichen Lokalitäten auszulassen.
So endete ein rauschendes Nibelungen-Oktoberfest, von dem wir hoffen, dass es sich im nächsten Jahr mindestens genau so erfolgreich wiederholen wird.
Aktivenfahrt zu Bbr. Dag nach Schweden
Achtung- die nächsten 2 km Gefahr durch überquerende Nibelungen – Aktivenfahrt mit Damen bei Bundesbruder Dag und seiner Frau Marlis vom 23.08-31.08.2011 nach Schweden
Am 23.08. trafen wir uns also alle am Flughafen Köln/Bonn, voller Vorfreude auf unseren Besuch bei Bundesbruder Dag und seiner Frau Marlis in Schweden. Unsere Truppe bestand nach allen Änderungen und Tauschaktionen letztendlich aus: Leon und Rike, Lanzelot und Coco, Argos und Verena, Jason und Yve und Dante und Pia.
Der Flug verlief für alle, einschließlich der etwas flugängstlichen Passagiere, reibungslos, sodass wir nach 1 Stunde und 45 Minuten sicher am Flughafen Arlanda/Stockholm landeten. Dort wurden wir sehr herzlich von Marlis und Dag begrüßt und abgeholt. Der Weg nach Ekudden, unserem Ziel, erwies sich als erster Kulturschock , als wir feststellten, dass unser Urlaubsdomizil sich offenbar mitten im Wald befand, welcher sich frecherweise als Dorf bezeichnete. Wir wurden jedoch überrascht von einer Idylle, die wir so sicher alle nicht erwartet hatten. Ein malerisches, typisch schwedisches Haus, direkt gelegen an einem ebenso bildhaften See. Das war der Eindruck, den wir am Abend bekamen und es kann sich wohl jeder vorstellen wie fasziniert gespannt wir den nächsten Tag erwarteten.
Keiner wollte es so richtig zugeben, aber bei unsere Ankunft in Ekudden hatten wir alle vor allem eines: HUNGER! Dies hatte Marlis allerdings schon längst vorausgesehen und so aßen wir um halb 11 Abends den besten Zwiebelkuchen unseres Lebens. An dieser Stelle will ich mich bei unserer Meisterköchin bedanken, die an jedem Tag unseres Aufenthalts fürstliche Mahlzeiten für 12 Personen zubereitete und dabei ein Händchen für Menge und Geschmack bewies. Ich denke ich spreche für alle wenn ich sage, dass wir nicht nur den besten Zwiebelkuchen unseres Lebens gekostet haben und dass uns das Wort Hunger in dieser Woche sicherlich nicht mehr in den Sinn kam! Vielen Dank Marlis!!
Es würde definitiv zu viele Seiten füllen, detailliert zu berichten, was wir in dieser Woche alles unternommen und erlebt haben. Daher versuche ich es prägnant zusammenzufassen.
Zunächst ist zu sagen, dass wir wohl die beiden besten Fremdenführer der Welt gebucht haben. Marlis und Dag haben uns, egal wo wir waren, mit einer beeindruckenden Ausdauer und Begeisterung super viel erklärt und gezeigt. Die Highlights waren sicherlich die Hafen- und Hauptstadt Stockholm mit der Parade vor dem ehemaligen Wohnsitz der Schwedischen Krone und das Wasa-Museum, wobei davon tatsächlich nur Leon und Rike berichten können, da sie die einzigen waren, denen in Punkto Ausflüge am Ende nicht die Luft ausging.
Außer in Stockholm durften wir uns weiterhin von der Schönheit der Städte in Drottningholm, Norrtälje und vor allem der absolut anziehenden Studentenstadt Uppsala überzeugen. Außerdem haben wir von diversen Aussichtspunkten viel von der beeindruckenden Schärenlandschaft Schwedens gesehen! Es war bezaubernd und eindeutig eine andere „Welt“ als wir es in Deutschland gewohnt sind!
Wenn wir grade nicht mit 10-12 Mann in 2 Autos in Schweden unterwegs waren, haben wir uns ausgiebig in Marlis` und Dags kleinem Paradies ausgetobt zB. in Form von Schwimmen, Surfen, Radfahren, Sonnbaden oder Lesen, naja und natürlich Essen =)
An den Abenden haben wir, dank schönem Wetter, meist draußen in gemütlicher Runde gesessen, getrunken und gelacht aber vor allem haben wir gesungen. Unter Dags Gitarrenbegleitung ging es von Liedern wie „ Hoch auf dem gelben Wagen“ bis „Oh alte Burschenherrlichkeit“. Grandios! Lieber Dag, dafür vor allem DIR lieben Dank!
Eine Sache muss zum Schluss auf jeden Fall noch gesagt werden und ich denke, es ist etwas mit dem wir durchaus prahlen können: WIR HABEN ELCHE IN FREIER WILDBAHN GESEHEN, 2 MAL und das ist, laut Marlis und Dag, etwas ganz Besonderes!
Wie ihr euch vorstellen könnt ging die Zeit einfach viel zu schnell vorbei. Es war eine rund um gelungene Woche, in der wir uns alle super verstanden und vieles erlebt haben was uns noch lange in Erinnerung bleiben wird! Dieser fantastische Urlaub war jedoch nur durch die Einladung 2er Menschen möglich, deren außergewöhnliche Gastfreundschaft , Großzügigkeit und unglaubliche Witzigkeit uns alle umgehauen hat! DANKE
Vielen Dank an Pia für das schreiben des Berichts!
Bericht: Wartburgfestvortreffen in Kassel
Gäbe es die Nibelungen noch, wenn wir 1979 nicht als wingolfitisches Vollmitglied aufgenommen wären? Die Antwort lautet ganz klar „Nein!“.
Der Beitritt in den Wingolfsbund hat uns nachhaltig geändert und erhalten. Protokolle aus der Zeit um die Gastmitgliedschaft, in unserem Archiv hinterlegt, zeigen auf, dass von Nibelungenseite selbst eine Umbenennung in „Siegener Wingolf“ positiv verlaufen wäre, wenn der Wingolfsbund uns nicht bereitwillig Freiheit für unsere Eigenheiten gelassen hätte.
Diese Freiheiten, also die gelebten Unterschiede der einzelnen Mitgliederverbindungen, stehen in einem fragilen Gleichgewicht mit dem uns Einenden, welches jeder Wingolfit für sich selber ausmacht. Dieses wertvolle Gleichgewicht wird nicht durch den „Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten“ erhalten, denn unter Gleichgesinnten kann es keinen Gedankenaustausch geben. Sondern es wird nur durch den Gedankenaustausch zwischen sich Wohlgesinnten jedes Mal neu justiert, denn der Wingolfsbund ist Andersartigem gegenüber aufgeschlossen. Gerade dort, wo sie zusammenprallen und ausdiskutiert werden, dort liegt der aktuelle Mittelpunkt des Bundes, dort ist der Bund lebendig und beweist seine
Stärke.
Ein räumlicher Brenn- und Lebenspunkt des Bundes ist alle zwei Jahre auf der Wartburg in Eisenach zu finden, das Wartburgfest des Wingolfbundes!
Mit unserem Eintritt in den Wingolf, wurde auch für uns Nibelungen das Wartburgfest zum größten Fest im zwei Jahreszeitraum und je mehr Nibelungen unsere Studentenverbindung aktiv als lebenden Teil des Wingolfs kennen lernen, nur umso wichtiger wird es für uns.
Und da wir Nibelungen kein undankbarer Haufen sind und die Zukunft des Bundes, nicht ganz uneigennützig, unterstützen wollen, sind wir 2011 stark an seiner Durchführung beteiligt.
Daneben natürlich unsere „Bundesmutter“ B-XX Jan W. v/ Mutter, B-XXX Cornelius, der Kölner und der Darmstädter Wingolf (Aufzählung willkürlich, ihr seid alle Nummer eins).
Für die Koordination im Vorfeld fand auf „Mutters Landsitz“ bei Kassel das Wartburgsfestvortreffen statt. Begleitet von F Takeo und B Koneo raste unser X Leon mit Sonnenbrille und Proletenmusik in seinem 3er BMW mit grünen Ledersitzen über die Autobahn und Landstraßen an einem sonnigen Tage an. Zusammen aufgebaut, zusammen gegrillt, zusammen gegessen, zusammen den Tisch abgedeckt. Obwohl, wie immer im Wingolfsbund, verschiedene Studiengänge, Herkünfte und Charaktere vor Ort waren, fanden wir schnell zu der Legierung, die vor Allem eins möglich machen wird: Das beste Wartburgsfest ever (!) – denn dies ist das uns Einende.
Nach einer ausgiebigen Wanderung durch die Natur, samt Fußpils (auch als Wegbier bekannt), Blumenbestimmung, Felsenerklimmung und „Frage und Antwort“-Stunde hatte uns unser Vorort genau dort, wo er uns haben wollte: Weder zu satt, noch durstig, noch hungrig. Frisch durchblutet und voller frischem Sauerstoff.
Das Arbeitspaket wurde konzentriert und ergebnisorientiert durchgearbeitet. Der Vorort war gut vorbereitet, informierte über Wichtiges und Notwendiges mit Zahlen und Anekdoten, dessen Nacherzählungen den Rahmen sprengen würden. Natürlich hatte der Vorort es auch mit Profis zu tun, so dass die Senioren aus Darmstadt und Siegen, die Schnittstellen zu den „Unterstützerbünden“, vieles untereinander aufteilten, während der Vorort mit einem Notfall
beschäftigt war (Auch das würde den Rahmen sprengen). F Takeo brachte sich ebenso sehr gut ein, während B Koneo die schweigende, graue Eminenz spielte. Man ließ ihn gewähren, tat ja keinem weh.
Als man recht früh und zur vollsten Zufriedenheit durch war, nutzte man die Zeit um lang und breit über die Eigenschaften und Zukunft des Bundes zu diskutieren. Wieder wurde man der Besonderheit des Bundes gewahr:
Kontroverse Fragen wurden zwischen Andersdenkenden bundesbrüderlich diskutiert und jeder einzelne Teilnehmer hatte danach einen großen, persönlichen Mehrwert für sich gewonnen.
Wenn diese Kultur erhalten wird, braucht man sich um den Wingolfsbund in Zukunft keine Sorgen zu machen, und damit genauso wenig für die Nibelungen.
Es ist für uns nicht nur Ehre, sondern auch Freude, euch das beste Wartburgsfest 2011 (Informationen auf wingolf.org) zu präsentieren und wir hoffen euch alle, die bekannten, wie auch die unbekannten Gesichter, dort zu sehen um aus dem Wartburgsfest einen Wingolf zu machen: Eine helle Festhalle voller Freunde.
Koneo
Bericht: Hannovermesse
Freitag, den 08.04.2011 Hannovermesse
Ein schönes Beispiel, wie Verbindungsleben funktioniert und was das Lebensbund bedeutet war unser Besuch der Hannovermesse. Unsere Philister Nicss und Spencer ersonnen ihre Idee, in der Aktivitas zu fragen, wer zur größten Industriemesse der Welt mitkommen wolle.
Die Hannovermesse startete ihren Erfolg 1947 als Konkurrenz zur Leipziger Messe mit der „Exportmesse 1947 Hannover“ und ist mittlerweile international bekannt und gefragt. Dieses Jahr präsentierten sich 6.500 Unternehmen aus 65 Ländern – die besten Bilanz seit 10 Jahren.
Die Aktivitas hatte großes Interesse doch nicht jeder konnte, ob seines Studiums, seiner Freundin oder seiner Familie wegen daran teilnehmen.
Fest zugesagt hatte Leon, der diese Chance wahrnehmen wollte um die weiteren Schritte seiner Maschinenbauingeneurkarriere zu planen. Ebenso Takeo, erst im zweiten Semester Wirtschaftsingenieur, folgte wie immer seiner Neugier und informierte sich lang und breit über alles, was ihm über den Weg lief. Koneo, alter Wirtschaftsinformatiker seines Zeichens, informierte sich über ERP-Systeme für das Familienunternehmen Pass & Co.
Pünktlich um sieben Uhr morgens stand Nicss hupend vor der Tür des „Haus der Nibelungen“ & in seinem Wagen lagen gekühlte Getränke und belegte Brötchen bereit (Danke an seine Frau Yvonne) so, dass ausfühlich während der Fahrt gefrühstückt werden konne.
Koneo kam gerade mit seinem Anzug und seinen Lernunterlagen um die Ecke und Takeo hatte immerhin schon seine erste Gesichtshälfte rasiert während Leon auch seinen Anzug und die Hausarbeit seiner Freundin zwecks Korrekturlesen in Nicss Wagen legte. Spencer wurde in Meinerzhagen am Rande der Autobahn abgeholt. Er war leicht unterkühlt, da die zweite Gesichtshälftenrasur Takeos etwas länger dauerte und er somit die Morgenkälte ausführlicher genießen durfte/musste – undankbare Aktivitas!
Während der Fahrt tauschten wir uns kurz über die neusten Lebensumstände aus und lauschten einem der berüchtigten Hörspiele, die Nicss immer bei sich hat.
Angekommen, zogen wir uns auf dem Parkplatz in den Anzug um – es war steifenippelkalt. Dankbar, dass Nicss alles doppelt mitgenommen hatte, konnten wir uns sehr ansehnlich in Anzug zeigen. Nicss und Spencer, alte Messehasen schauten offiziell nach weiteren Jobchance, besuchten aber auch ehemalige Mitarbeiter, nahmen und gewannen Werbepräsente immer entlang ihres im Voraus auf ihre eigenen Bedürfnisse optimierten Laufpläne.
Koneo fragte sich an jedem Stand fest, während Leon und Takeo feststellten, dass es keine „rocket science“ auf der Messe gibt. Vieles war ihnen aus ihrem Studium bekannt, so konnten sie schnell auf hohem Niveau diskutieren und durch anspruchsvolle Fragen ihr Wissen ausbauen – Koneo verstand nur Bahnhof. Auf dem Messestand von Siemens lohnte sich Koneos Redseligkeit für Leon, da er mit einem „Personaler“ über die angebotenen Trainee-Programme sprechen wollte und Koneo zielstrebig eine Dame mit blauen Augen und schwarzen Haare ansprach, die eben für „Human Resources“ zuständig war.

Auf dem Weg zur Halle 17, in der Koneo sich über ERP-Systeme informierte, entbrannte eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Managementgehältern, den Grad ihrer Moralität und die generelle Verfassungsfeindlichkeit von Konzernen. Dies wurde von einem ehemaligen Millionengehaltmanager und mittlerweile selbstständig in NRW in der Sensortechnik arbeitenden Herren interessiert mitgehört. Höflich klinkte er sich ein und teilte uns seine Sichtweise mit. Sein Job war andere Arbeitnehmer auf Kommando zu entlassen. Mit der Zeit türmte sich sein moralische Unwohlsein höher als sein Gehalt. Er kündigte, wurde selbstständig – Happy End. Die drei Nibelungen, skeptisch und neugierig, fragten ihn aus und teilten auch ihre Meinung mit. Ein überaus wertvolles Gespräch.
Abschließend hat jeder seine Fragen beantwortet bekommen, Nicss hat sogar eine Fernbedienung gewonnen mit der sich so ziemlich alles stuern lässt.
Allen Industrie-Interessierten können wir die Messe nur empfehlen und werden sicherlich auch nächstes Jahr wieder unseren Wissensdurst dort stillen.






